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Ninjutsu Ist eine 1500 Jahre alte japanische Kampfkunst, die auf die Zeiten des feudalen Japans zurückgeht. Über viele Jahunderte hinweg wurde die Kunst geheimgehalten und nur an wenige, auserlesene Sch?ler weitergegeben. Erst in den 60-ger Jahren brach der heutige Grossmeister, Dr.Masaaki Hatsumi, das Siegel der Verschwiegenheit um Ninjutsu und erlaubte es auch westlichen Schülern, Ninjutsu zu erlernen und zu verbreiten. Ziel des Ninjutsu-Trainings ist es, Tatsujin zu werden, was wörtlich bedeutet: Ein voll entwickeltes menschliches Wesen. Um dies zu erreichen, trainieren wir effektive Kampfmethoden, wir lernen, mentale Fähigkeiten zu entwickeln, die uns insbesondere in unserer heutigen stressigen Welt helfen, unser Leben zu meistern.  Takamatsu Toshitsugu, der 33. Soke/Großmeister des Ninjutsu allein und mit seinem Schüler Dr. Masaaki Hatsumi, Sensei, dem jetztigen, 34. Großmeister des Ninjutsu. Im anderen Photo sehen wir alte Schriftrollen der verschiedenen Ryus (Schulen) Die Gewalt- und Terrorverbrechen der heutigen Zeit haben uns allen gezeigt, wie wichtig es auch in einer ganz normalen Alltagsituation werden kann, Methoden effektiver Selbstverteidigung einsetzen zu können, um sich selbst und andere zu schützen. Ninjutsu bietet Ihnen: Ein perfektes Kampfkunstsystem Effektiver Selbstschutz Geistige Entwicklung und körperliche Kondition. Durch Mentaltraining verbessern Sie Ihre Intuition, Konzentrationsfähigkeit und Selbstvertrauen.
Ninjutsu - die neun verschiedenen Schulen
Im heutigen Ninjutsu können wir auf neun authentische Schulen zurückgreifen, die aus der Legende der Vergangenheit übrig geblieben sind. Leider wurde viel Wissen im Laufe der Jahrhunderte verloren. Die folgenden Ryus werden auch heute noch trainiert: Togakure Ryu Gyokko Ryu Koto Ryu Kukishinden Ryu Gyokushin Ryu Takagiyoshin Ryu Koto Ryu Shindenfudo Ryu Kumogakure Ryu Jedes dieser Ryus besitzt besonderes Wissen, was Methoden, Waffen und Training betrifft. Die Menge des vorhandenen Materials ist enorm. Ich war oft bei Dr. Hatsumi in seinem Haus und konnte jede Menge von grossen Truhen sehen, die voll waren mit alten Schriftrollen, antiken Waffen und einem unvorstellbaren Reichtum an Anekdoten und Geschichten, nicht nur über die Tradition des Ninjutsu in Japan sondern auch generell über japanische Kultur, Kunst und Philosophie. Dies alles vernommen von Dr. Massaki Hatsumi, vorgebracht mit Witz, Humor und Charme. Die ganze Atmosphäre muss man sich vorstellen in einem Dunst von Sake oder Whiskey. Dr. Hatsumi wird jeden mit seinen wundervollen Geschichten und seiner theatralen und gleichzeitig lustigen Art, sie zu erzählen, bezaubern können. Diese mündlichen Unterrichtstunden bei Dr. Hatsumi inspirieren mich auch heute noch und geben mir das Gefühl, die Kunst des Herzens zu praktizieren - bei der der Inhalt direkt von Herz zu Herz weitergegeben wird. Dies ist überhaupt ein wichtiger Aspekt.  Rechts: wahrscheinlicher Gründer des Ninjutsu, der außer der Kampfkunst auch biblische Geheimnisse aus China nach Japan brachte.
Links: Hatsumi Sensei mit seinem Schüler Noguchi, Shihan Ninjutsu - Kampf oder Kunst ( von Moshe Kastiel 10.Dan) Eines der grössten Probleme in der Kampfkunst heute ist, dass die meisten Leute nicht unterscheiden können, was funktioniert und was nicht. Dies stimmt für alle Kampfkünstler in allen Kampfkunstbereichen. Ich gebe zu, dass auch ich diese Unterschiede über Jahre hinweg nicht genau abgrenzte, da ich damals daran interessiert war, generell soviel wie möglich zu lernen, ohne mich mit der Einschätzung zu befassen, was nun wirklich an den Kampftechniken effektiv ist und was nicht. Ich glaube, dass dies eine gute Einstellung war, da die Techniken, die nicht effektiv für die eine Sache sind, sich aber in einer anderen Situation und Begebenheit sehr wohl einsetzen lassen. Hätte ich nicht alles von der Basis aus gelernt, hätte ich auch nie erfahren, was man überhaupt einsetzen kann. Auf der anderen Seite ist das Verständnis dafür, welche Techniken in einer echten
Kampfsituation wahrscheinlich sind, und welche wirklich nur in extremen Situationen zum Vorschein kommen, ein unabdingbares Wissen für den Kampfkünstler. Die gleiche Situation gibt es heute weltweit im Ninjutsu sowie in vielen anderen Kampfkünsten. Die eine Seite ist eine sozusagen "demonstrative Seite", die mehr dazu da ist in einer Show Leute zu beeindrucken oder zu amüsieren, die andere Seite ist das überleben, das Gewinnen eines Kampfes. Das mag zum Zuschauen überhaupt nicht spektakulär sein, es ist auch nicht besonders akrobatisch, aber es rettet einem das Leben. Für mich ist das spektakulär genug. Manche Kampfkunststile bringen es zum Extrem, sie konzentrieren sich nur auf die demonstrative Seite. Dies ist auch genau der Aspekt, der heute durch das Training mit Dr. Hatsumi, Sensei während der Tai Kais vermittelt wird. Früher war das anders. Dr. Hatsumi, Sensei hatte damals andere Lehrziele. Das Training war damals sehr effektiv, aber auch schmerzhaft. In einer grossen Veranstaltung wie einem Tai Kai wären diese Techniken zu gefährlich. Deshalb trainiert man während der Tai Kais mehr demonstrativ. Leider kennen viele Leute den Unterschied zwischen einer demonstrativen Kunst und einer
Kampfkunst nicht. Sie denken, dass alles, was man ihnen zeigt oder beibringt, im wahren Kampf auch einsetzbar ist. Die gleiche Situation gilt für viele Trainer, und nicht nur im Ninjutsu. Taktiken, die in einem Tai Chi "Pushing Hands" Wettbewerb einsatzf?hig sind, bringen im Karate Tournier keine Punkte. Kampfgewinntechniken eines Karate Wettkampfes sind im Ultimate Combat Fighting Wettkampf schlecht, und ein guter Ultimate Combat Fighter kann gegen einen Chaoten, der auf der Strasse mit dem Messer auf einen losgeht durchaus unterliegen. Die Umgebung und das Szenario lassen das Training effektiv sein oder nicht. Leider wissen viele Trainierenden selber nicht, was sie eigentlich wollen. Viele kommen ins Training, weil sie sich generell von westlichen Ansätzen angezogen fühlen, manche kommen, weil sie sich besser verteidigen wollen, andere wiederum erwarten sich, mehr Selbstvertrauen durch das Training zu gewinnen. Manchmal ist es aber auch der Jackie Chan Film, der die Phantasien anregt, und der die Leute dazu bringt, ein Dojo zu suchen, um selbst aktiv mit dabeizusein. Am Ende sind es Sie, die sich weiterbringen, sich selbst weiterentwickeln müssen, um zu verstehen, was Kampfkunst wirklich ist. Dann sollte man sich selbst fragen, ob das überhaupt das Richtige für einen ist, und wenn ja, dann mit dem Richtigen weitermachen. Es gibt heute viele Trainer, die zu schnell zu Trainern werden, und die nicht die richtige Basisschulung geniessen konnten. Die Dinge geschehen zu schnell, und die Ergebnisse, die man dann auch im Ninjutsu erzielt, sind ziemlich arm. Vor 15 Jahren, als ich Ninjutsu nach Deutschland brachte, gab es keine autorisierten Trainer hier,
man übersetzte Phantasien aus Büchern und Filmen. Trotzdem gab es schon welche, die andere unterrichteten, und die auch mit Dan Graduierungen warben, obwohl es dafür keine Basis gab. Heute ist die Situation unter manchen Aspekten sogar schlechter, denn es gibt so einige, die davon überzeugt sind, sicher zu wissen, was Kampfkunst ist, ohne jedoch selbst jemals in einen ernsthaften Kampf verwickelt gewesen zu sein. Als erstes sollte man sich als Interessent oder Trainierender des Ninjutsu darüber klar werden, was man ?berhaupt will. Möchte man Ninjutsu sozusagen als demonstrative und uneffektive Kunst machen, das kann man selbstverständlich, aber das hat mit dem ursprünglichen Sinn natürlich nichts zu tun. Die Ninjas dachten nie daran, dass ihre Kunst als Freizeitbeschäftigung oder zu Demonstrationszwecken eingesetzt werden würde. Ganz besonders Ninjutsu hat nie solche Ziele verfolgt. Also, als erstes muss man seine Kampffähigkeiten versuchen zu verbessern. Andere verwechseln die Kampfkunst mit einem Weg, zur inneren Erleuchtung zu gelangen. Bitte geraten Sie nicht in Verwirrung. Wenn Sie die verschiedenen Aspekte der echten Kunst trainieren, dann gelangen sicherlich der Körper, Geist und Seele (Shin Ji Tai) in Einklang. Wenn Sie also auf der Suche sind nach dem, was über dem Kampf steht, dreht es sich um Shin Ji Tai. Lassen Sie mich dies näher erläutern. Shin bedeutet Seele, Ji bedeutet Geist und Tai bedeutet Körper. Alle drei Elemente müssen entwickelt und in Einklang miteinander gebracht werden. Manche Leute haben einen sehr entwickelten Körper, dabei jedoch Konzentrationsschwierigkeiten, und ihr Shin ist nicht entspannt. Andere wiederum sich geistig topfit, aber körperlich sind sie nicht gut drauf. So muss jeder sich ausgleichend entwickeln. In Japan sagt man, dass Menschen, bei denen alle drei Dinge von Natur aus ausgeglichen sind, sehr selten sind. Im Dojo München gibt es eine Menge Unterrichtsthemen, die intellektuell, spirituell oder physisch sind, alle unter dem Dach des Bewusstseins und der Bewegung. Dies gibt uns das Werkzeug, uns mehr zu entwickeln, wobei man sich speziell auf seine schwächeren Seiten konzentrieren sollte. Gehen wir jedoch zu der wichtigsten Frage am Anfang des Artikels zurück. Was ist Kampf und was ist Kunst? Wie weiss man, ob das, was man in seinem Dojo beigebracht bekommt, auch wirklich im Kampf, in der echten Situation, effektiv ist, oder ob es sich mehr um demonstrative Techniken handelt. Hierzu sollte man wissen, dass immer dann, wenn der Unterrichtsinhalt sehr komplex ist, es sich wahrscheinlich um die demonstrative Seite handelt. Wenn man etwas einfaches und direktes lernt, das aus wenigen Bewegungsabläufen besteht, so befasst man sich wahrscheinlich mit dem
Kampfaspekt. Die beste Möglichkeit, dies auszutesten, ist immer noch die direkte Anwendung. Diese Voraussetzungen kann man auch im Dojo schaffen, indem man die Trainingssituationen bis zum typischen Straßenkonflikt ausbaut. Trainieren Sie es durch, machen Sie die Abläufe schneller, achten Sie auf das richtige Timing, auf den richtigen Fluß, und vor allen Dingen auf den richtigen Trainer. Bauen Sie ihre eigene Kraft in die Technik mit ein. Dann bemühen Sie sich, andere Kampfkünstler, ausserhalb Ihres eigenen Dojos kennenzulernen, am besten Leute, die eine ganz andere Kampfkunst trainieren als sie selbst. Suchen Sie sich besonders diejenigen heraus, die sich mit den aggressiveren, aber auch nicht aggressiven Stilen befassen. Am allerwichtigsten ist es jedoch, sich nicht auf das zu konzentrieren, was für einen selbst das bequemste ist, wenn der Trainingspartner sozusagen mitläuft, sondern wie man sich selbst an eine Situation anpasst, wie man improvisiert, wenn eine Technik nicht geklappt hat, wie man sich wieder aufrappelt, damit man doch noch gewinnen kann. Die ersten Trainingspartner sollten unbedingt kooperativ sein, man muss sich nämlich auf gute Form und Genauigkeit konzentrieren. Die Technik muss man immer wiederholen, bis man sich ganz sicher ist, da? man weiss, was man macht. Dann soll man den Partner zunächst eine passive Resistenz, die sich langsam immer mehr zu einer aktiven Resistenz steigert, annehmen lassen. Sogar wenn man unterliegt, sollte man die Technik noch mal durchlaufen lassen, um zu sehen, wo die wichtigsten Punkte liegen, und wie man diese auf verschiedene Situationen anwenden kann. Eine gut ausgelegte Technik ist eine Mischung aus Fausthieben, Kicks und Blocks, wobei man mindestens drei Kontaktpunkte auf den Gegner einsetzen sollte (San Shin No Kata) Versuchen Sie, normale Gebrauchsgegenstände, die sie rumliegen sehen, in den Kampf mit einzubauen. Achten Sie darauf, ein richtiges Workout Training zu machen, so dass Sie auch von der Kondition her gut drauf sind, wenn dies nötig sein sollte. Während man auf diesem Weg Erfahrung mit Freunden sammelt, sollte man versuchen, diejenigen zu finden, die weniger freundlich sind, man sollte sich mit ihnen zum Training zu Lernzwecken treffen. Wird man dann besser, verändert man die Szenarien, indem man sich auch mehr als nur einem Gegner gleichzeitig stellt. 1. Bild: Moshe Kastiel erh?lt eine Goldmedallie von Großmeister Dr. Hatsumi als Dank für seine Aktivitäten in Deutschland.
2. Bild: Doron Navon, Shihan - Moshe Kastiel's direkter Trainer aus Israel, hier auf einem Photo aus dem Jahr 1969 im Training in Japan.
3. Bild: Doron Navon, Shihan während des Trainings in Israel
4. Bild: Doron Navon und Moshe Kastiel während eines Seminars in Deutschland Bumon umfasst das gesamte Wissen der Kampfkünste und ist einer der vier Aspekte des Ninpo, das Wissen des Nin. Ausser Bumon gibt es Chimon, die Wissenschaften der Erde, Tenmon, die Wissenschaften des Himmels sowie Shumon, was damals Religion war und heute Lebensphilosophie.
In der Vergangenheit studierten die Ninjas nicht nur die Kampfkünste des eigenen Ryus, sondern auch die weiterer Ryus oder Schulen. Im Ninjutsu gab es über 70 Ninja Ryus, von diesen sind nur 9 erhalten geblieben. Von diesen gibt es zwei, die von Piratenfamilien praktiziert wurden. Jeder Ninja war immer daran interessiert, sein Wissen zu verbessern und zu verfeinern und auch die Erneuerungen der Waffen und Kampfsysteme mit in das Ninja System einzubauen. Das gesamte Wissen des Bumon hat sich weltweit so entwickelt. Die Schwerter wurden durch die verfeinerte Metallurgie besser, als Explosionsstoffe entdeckt wurden, bekamen auch die Kampfkünste hierdurch eine völlig neue Dimension. Heute gilt genau das gleiche. Jeder, der sich heute mit Kampfkunst befasst, hat die Möglichkeit, eine Menge verschiedener Stile zu erlernen. In unserem Dojo begrüssen wir jede Initiative sowie jeden Beitrag, wenn wir uns dadurch verbessern und weiterentwickeln können. Ich emfehle meinen Schülern immer "professionelle Schüler" zu sein, das heisst, immer hinzuzulernen. Der Geist, die Seele und der Körper (Shin Gi Tai) sollten immer offen sein, Neues aufzunehmen. Das alte Sprichwort sagt: "Der Ninja ist gerade wie ein Bambus und offen wie eine Blume". Deshalb sollte man nicht nur mit seiner Umgebung, sondern vor allen Dingen auch zu sich selbst ehrlich sein. Man sollte sich nicht vormachen, da? man schon genug weiss, sondern sollte sich bemühen, offen zu sein, denn die Schönheit einer Bl?te liegt in ihrer Offenheit. Man sollte auch nicht vergessen, dassder gefährlichste Gegner gerade der sein kann, der sich selbst nicht kennt und der auch selbst kein klares Konzept hat, von dem was er tut
Als Trainer sollte man das gute Potential eines Schülers erkennen können sowie die schlechten Eigenschaften, die man minimieren muss. Wenn man das Studium zu sehr klassifiziert, kann man nicht wirklich offen und frei lernen. Hier kann man als Beispiel den berühmten japanischen Schwertkämpfer Miamoto Musashi anführen (geb. 1584), er hat die Schwertkunst nie von jemandem gelernt, aber er wurde der beste Schwertkämpfer Japans ü berhaupt und schaffte sich sein eigenes Ryu, das Nitto Ryu ( Gebrauch von zwei Schwertern gleichzeitig in jeder Hand). Eben weil er nie nach einem bestimmten System gelernt hatte, war er in seinen Handlungen absolut unvorhersehbar - dies gab ihm einen grossen Vorsprung vor jedem Feind. In unseren Dojos, die über ganz Deutschland verteilt sind sowie auch in USA und Israel vorhanden sind, trainieren wir eine ganze Auswahl von Kampfsports bzw. Kampfkünsten. Hierzu gehören verschiedene Arten des Boxens, Kickens, des Ringens, Gebrauch von Waffen, Kampf ohne Waffen, wir trainieren Angriffe einzelner oder auch mehrerer Gegner. Hierdurch scannen wir für den Schüler alles was es an Kampfkunst gibt. Hier auf diesen Seiten können Sie einige der Künste finden, die wir anbieten. Bilder oben: Grossmeister Hatsumi, der 34. Soke des Ninjutsu in einer Yari-Technik auf einem Tai Kai in München. Im zweiten Bild führt Hatsumi, Sensei eine Muto Dori Technik aus.
Bilder unten: Moshe Kastiel, 10. Dan Shihan führt eine Muto Dori Technik gegen einen Schwertangriff aus. Er setzt hierzu Atemi Punkte (Shi-shin Gime) ein |
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